Positionierung und Ton

Atelier für zeitgenössische Kunst

Ich bin Sylvia Thibault – Künstlerin und Gestalterin. Mein Atelier in Berlin arbeitet an der Schnittstelle von Material, Raum und Erinnerung. Ich entwickle Projekte für Galerien, öffentliche Räume und private Sammler, die eine leise, aber präzise künstlerische Sprache suchen. Mein Fokus liegt auf Textilinstallationen, generativer Klangkunst und skulpturaler Keramik. Ich arbeite mit Menschen, die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Haltung verstehen.
Material & Raum

Textile Installationen

Ich verwende natürliche Fasern und pflanzliche Pigmente, um vergängliche Räume zu schaffen. Jede Arbeit dokumentiert den Prozess des Verblassens und der Veränderung – eine Einladung, die Zeit selbst zu betrachten.

„Die Fragilität des Materials ist kein Mangel, sondern die eigentliche Botschaft.“
Klang & Ort

Generative Klanglandschaften

Aus Feldaufnahmen urbaner Umgebungen entstehen Kompositionen, die sich dem Fluss der Passanten anpassen. Meine Klanginstallationen verwandeln U-Bahn-Stationen in reflexive Zwischenräume.

„Der Lärm der Stadt wird zur Partitur – ich gebe ihm nur eine Bühne.“
Handwerk & Form

Skulpturale Keramik

Mit lokaler schwarzer Erde und selbst gewonnenen Mineralglasuren entstehen Objekte zwischen Gebrauch und Skulptur. Jedes Stück trägt die Spur der Hand und des Feuers.

„Die Unvollkommenheit des Brandes ist das eigentliche Kunstwerk.“

Warum dieses Projekt existiert

Raum für künstlerische Entfaltung

Dieser Ort entstand aus dem Wunsch, einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem kreative Ideen ohne kommerziellen Druck wachsen können. Jedes Projekt beginnt mit einer Frage, nicht mit einem Plan.

Wirkung: authentischere Werke und ehrlichere Begegnungen mit dem Publikum.

Materialität als Sprache

Wir arbeiten mit natürlichen Stoffen, Pigmenten, Ton und Klang – nicht, weil es trendig ist, sondern weil jedes Material eine eigene Geschichte erzählt. Die Haptik und der Geruch sind Teil des Werks.

Wirkung: Werke, die man nicht nur sieht, sondern fühlt.

Verlangsamung als Methode

In einer Welt der schnellen Bilder setzen wir auf Prozesse, die Zeit brauchen: das Trocknen von Leinwand, das Verklingen eines Tons, das Brennen von Keramik. Das Ergebnis ist kein Produkt, sondern ein Zeugnis.

Wirkung: Werke mit Tiefe, die wiederholtes Betrachten lohnen.

Dialog statt Monolog

Jede Ausstellung, jede Installation ist ein Gesprächsangebot. Die Besucher sind nicht Zuschauer, sondern Mitgestalter der Bedeutung. Ihre Reaktionen und Interpretationen vollenden das Werk.

Wirkung: eine lebendige, sich ständig verändernde Sammlung.

Nachhaltigkeit als Haltung

Wir verwenden lokale Rohstoffe, recycelte Materialien und minimieren Abfall. Nachhaltigkeit ist kein Label, sondern eine logische Konsequenz aus dem Respekt vor dem Material und der Umwelt.

Wirkung: Werke, die ohne schlechtes Gewissen betrachtet werden können.

Scheitern als Teil des Prozesses

Nicht jedes Experiment gelingt. Risse im Ton, verblasste Farben, unerwartete Geräusche – all das gehört zur Arbeit. Wir zeigen auch die Fehlschläge, denn sie sind oft die lehrreichsten Stücke.

Wirkung: eine Kultur der Offenheit und des Lernens.

Meilensteine

Vom Atelier zur Bühne

Die Entwicklung einer künstlerischen Handschrift

Was 2015 mit einer kleinen Keramikwerkstatt in der Münchner Innenstadt begann, ist heute ein vielseitiges Atelier für textile Installationen, generative Klanglandschaften und skulpturale Objekte. Der erste Wendepunkt kam 2017, als die Teilnahme an der „Biennale der jungen Kunst“ in Stuttgart die Aufmerksamkeit einer Galerie aus Berlin weckte. Die daraus entstandene Zusammenarbeit öffnete Türen zu internationalen Residenzen und führte zu einer Neuausrichtung: weg von rein funktionalen Stücken, hin zu konzeptionellen Projekten, die Material und Raum in Dialog setzen.

2020 folgte der Umzug in ein größeres Studio im Münchner Westend, wo seither interdisziplinäre Teams aus Töpfern, Sounddesignern und Textilkünstlern arbeiten. Ein weiterer Meilenstein war die Einladung zur „Art Basel“ im Jahr 2022, wo die Installation „Pigment Fragile“ erstmals einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Seit 2023 liegt der Fokus auf ortsbezogenen Arbeiten im öffentlichen Raum – darunter ein dauerhaftes Klangprojekt in der U‑Bahnstation Hauptbahnhof und eine Serie von Keramikskulpturen für den Skulpturenpark am Olympiasee.

9Jahre künstlerische Arbeit
14Ausstellungen im In‑ und Ausland
3öffentliche Kunstprojekte realisiert

Häufige Fragen

Antworten zu meiner Arbeitsweise, Projekten und kreativen Prozessen.

Ich arbeite mit Pigmenten aus Pflanzen und lokalen Mineralien. Die Farben werden direkt auf unbehandelte Fasern aufgetragen und verändern sich über Wochen. Jede Installation dokumentiert diesen natürlichen Verfall – ein bewusster Prozess, der Vergänglichkeit sichtbar macht.

Ja, einzelne Arbeiten aus vergangenen Serien sind auf Anfrage verfügbar. Ich berate Sie gern zu Größe, Material und Präsentation. Schreiben Sie mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular – ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen.

In unregelmäßigen Abständen öffne ich mein Atelier für kleine Gruppen. Die Termine werden auf dieser Seite und im Newsletter bekannt gegeben. Falls Sie eine spezielle Anfrage für ein Schulprojekt oder einen Verein haben, sprechen Sie mich direkt an.

Das hängt stark vom Umfang und den verwendeten Materialien ab. Eine textile Arbeit mit natürlichen Pigmenten benötigt etwa drei bis vier Monate – von der Materialbeschaffung über das Färben bis zur finalen Montage. Bei ortsbezogenen Projekten kommt die Recherche vor Ort hinzu.

Ja, Kooperationen sind ein wichtiger Teil meiner Praxis. Zuletzt habe ich mit einem Sounddesigner an einer auditiven Rauminstallation gearbeitet und mit einer Keramikerin eine Serie von Objekten entwickelt. Wenn Sie eine Idee für ein gemeinsames Projekt haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

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